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Wir halten zusammen!

Anderen helfen in der Corona-Krise, Wohlstandsgenossenschaft

Liebe Genossinnen und Genossen,
die Welt verändert sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie rasant. Wir erleben gerade in Echtzeit, wie sich lieb gewonnene Gewohnheiten, Routinen und Errungenschaften in Luft aufzulösen drohen. Die Langzeitfolgen sind noch gar nicht absehbar – negativ wie positiv.

Wir alle bangen um unsere Gesundheit und die unserer Liebsten. Gleichzeitig erleidet die Wirtschaft enorme Einbußen. Viele Klein- und Kleinstunternehmer*innen geraten ins Straucheln, weil ihnen die Liquidität ausgeht, die Kultur-und Kreativszene bangt um die eigene Existenz. Und die jungen Familien und Alleinerziehendender „überforderten Generation“ sollen nun auch noch so „nebenbei“ im Homeoffice ihre Kinder betreuen …

Viele negativen Entwicklungen und verpasste Chancen der letzten Jahre und Jahrzehnte treten in dieser Krise offen zu Tage, gerade auch in der Gesundheits- und Sozialpolitik. Zu viele „Themen“ – eigentlich sollte man besser sagen: Menschen – wurden in den vergangenen Jahren von Politik und Gesellschaft sträflich vernachlässigt oder unter dem Stichwort „Selbstvorsorge“ abgehakt. Hatten wir uns doch irgendwie ans individuelle „Durchwusteln“ und an unser Just-in-time-Leben gewöhnt, so wird uns allen momentan schmerzlich klar, dass es so nicht weitergehen kann.

Die gute Nachricht:

Vielleicht ist diese Krise der auch Beginn eines Umdenkens in unserer Gesellschaft.
Denn in unserer lange als „entsolidarisiert“ verschrienen Gesellschaft erleben viele Menschen plötzlich ganz viel Solidarität. Da werden Hilfsangebote über die Sozialen Medien adressiert und Informationen geteilt. Netzwerktreffen werden kurzerhand in den Digital Space verlagert. Und Menschen initiieren bei Facebook „Watch Partys“ – Public Viewing von Pressekonferenzen politischer Entscheidungsträger*innen; wer hätte das vor wenigen Wochen noch für möglich gehalten.

„In der Not stehen die Menschen zusammen“
Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt und wir sind fest davon überzeugt, dass wir diese Krise meistern werden. Gleichzeitig werden nun viele Forderungen zur Erneuerung des Sozialstaates erhoben. Klar ist: In dieser Zeit zeigt sich erneut, welche enorme Kraft unser Staatswesen noch immer entfalten kann – und insbesondere auch, über wie viele finanzielle Ressourcen gerade Deutschland noch immer verfügt.

Anderen helfen - gerade jetzt!

Jetzt gilt es dran zu bleiben an den Themen, die uns bewegen; und damit auch an den Menschen!
Auch die Wohlstandsgenossenschaft bekam die negativen Folgen von „Corona“ spüren. Wir mussten unsere Veranstaltung mit Beate Sander absagen – ein herber Verlust materiell und ideell. Wir können vorläufig keine Workshops mehr anbieten, aber:

Wir haben einen neuen Termin mit Frau Sander und dem Landesmuseum gefunden und hoffen, Sie gesund und munter am 03. September 2020 in Mainz zu sehen.

Auch begnügen wir uns nicht mit einer Analyse. Als Wohlstandsgenossenschaft wollen wir in den kommenden Tagen und Wochen unsere Energien bündeln und denen helfen, die gerade unsere Unterstützung brauchen.

Unsere Idee: Jeder und jede gibt das, was er kann und stellt es der Gemeinschaft – kostenlos – zur Verfügung. Andere beim Verfassen von Texten auf Social-Media-Kanälen unterstützen, wichtige Information zur derzeitigen Situation sammeln und teilen, technischem Support bei der Umstellung auf Online-Tutorials geben … Und manchmal reicht es auch schon, anderen ein offenes Ohr schenken.

Daher unsere Bitte: Wenn Sie andere unterstützen wollen – schicken Sie uns Ihre Angebote! Wir werden diese in den kommenden Tagen sammeln und sie dann in unserem MoneyBlog veröffentlichen. Schreiben Sie uns auch an, wenn Sie Unterstützung brauchen.

Wir sind eine Genossenschaft – nach dem Prinzip von Raiffeisen: Gemeinsam sind wir stärker.

Unsere Gesellschaft steht vor einem Umbruch –
Wir sollten Abschied nehmen von der Ich-Kultur und Wir-Qualitäten als Motor für Veränderungen nutzen.
Wir freuen uns auf Rückmeldungen an grammes@wohlstandsgenossenschaft.de!

Solidarische Grüße
Elisabeth Kolz und Isabel Grammes