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Rich Dad, poor Dad -

Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen

von Robert T. Kiyosaki – Ein Buchbesprechung

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Immer wenn ich „von Großem“ träumte, rieb mir meine Mutter einen alten holländischen Spruch unter die (Rotz)Nase: „Wenn du für ein „Dubbeltje“ (10-Cent-Münze) geboren bist, wirst du nie ein „Kwartje“ (25-Cent-Münze).“ Das wollte ich nie wahrhaben und ging als eine der Ersten aus einer Arbeiterfamilie studieren. „Mit einem Uni-Abschluss stehen dir alle Türe weit offen“, dachten meine Eltern. Aber ich habe mich öfters gefragt, ob an dem alten Spruch nicht doch was Wahres dran war. Jetzt, wo ich das Buch „Rich Dad, poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki gelesen habe, weiß ich endlich warum.

Finanzielle Probleme trotz Uni-Abschluss

Robert T. Kiyosaki hatte zwei Väter, einen reichen und einen armen. Sein leiblicher Vater war hochgebildet und intelligent. Er hatte ein Doktortitel und promovierte an der University of Chicago. Sein zweiter „Vater“, der Vater eines Freundes, brach in der achten Klasse die Schule ab. Beide waren beruflich erfolgreich und erzielten ein beträchtliches Einkommen. Doch beim Thema Geld gingen die Auffassungen auseinander.
Der arme Vater sagte sich: „Ich kann mir das nicht leisten.“
Der reiche Vater fragte sich: „Wie kann ich mir das leisten?“
Kiyosakis Vater hatte sein Leben lang finanzielle Probleme. Während der Vater vom Freund, ohne Uni-Abschluss, der reichste Mann Hawaiis wurde. Wie kann das sein? Beide haben doch gut verdient?

Was hindert einen daran vermögend zu werden?

Das sind die eigene Glaubenssätze. Kiyosaki beschreibt verschiedene Glaubenssätze zum Thema Geld, die beim „reich werden“, im Weg stehen. Einer dieser Glaubenssätze heißt: „Studiere und finde eine Firma, die dir einen guten Job anbietet.“ Kiyosaki hält dagegen:
„Viele streben danach, die Karriereleiter hochzuklettern. Warum nicht die eigene Leiter erschaffen?“ 
Die meisten Leute werden dazu erzogen, als Angestellte zu arbeiten. Damit verlieren sie die Macht über ihre eigenen finanziellen Möglichkeiten. JOB bedeutet, laut Kiyosaki, „Just Over Broke“ (kurz vor der Pleite). Er meint damit, dass Angestellte sich oft in ein finanzielles Hamsterrad begeben. Die meisten konsumieren immer mehr, je mehr Gehalt sie bekommen. So müssen sie immer weiter arbeiten, um ihren Konsum und eventuelle Schulden zu finanzieren. Das große Geheimnis liegt darin, das Gehalt so schnell wie möglich in passives Einkommen oder Vermögenswerte zu verwandeln.

Wie wird man vermögend?

Um Vermögen aufzubauen, brauchen Sie laut Kiyosaki vier Fähigkeiten:
• Bilanzen und Zahlen lesen können
• Den Markt verstehen
• Die Gesetze kennen (um Schlupflöcher richtig anzuwenden)
• Die Disziplin, zu investieren, statt zu konsumieren

In neun Kapiteln erzählt Kiyosaki, anhand von netten Geschichten und Beispielen, was es sonst noch braucht, um reich zu werden. So fragte er einmal seine Studenten, wie viele von ihnen einen besseren Hamburger machen können als McDonald‘s. Die meisten hoben die Hand. Dann fragte er, wieso McDonald‘s die Millionen verdient, und nicht die Studenten. Die Antwort lautete, dass der Gründer der McDonald’s Corporation erkannt hat, dass man Vermögenswerte aufbauen muss. Ray Croc erwirtschafte während seiner Lebenszeit ein Vermögen von 500 Millionen US-Dollar mit Immobilien und nicht mit Hamburgern. 

Gut strukturiert

Das Buch ist gut strukturiert. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es eine Zusammenfassung und eine Lerneinheit mit Fragen, wie z.B.:
• Kennen Sie extrem talentierte Leute, die sehr wenig verdienen? Was könnten sie anders machen?
• Bezahlen Sie zuerst sich selbst oder Ihre Rechnungen? Wenn Sie sich selbst zuletzt bezahlen, welche Schritte sind möglich, um das zu ändern?

Diese Fragen sind ein gutes Hilfsmittel, Informationen aktiv zu verarbeiten und eigene Glaubenssätze zum Thema Geld kritisch zu hinterfragen. Mich persönlich hat es zum Umdenken motiviert, und ich gehe jetzt anders mit dem Thema Geld um. Ich habe angefangen, in ETFs zu investieren und bin dabei, ein passives Einkommen aufzubauen. Ich will im Alter einfach nicht von 40 % Rente abhängig sein. Und Sie?

Design für Gründer, Corrine van den Broek

Corrine van den Broek
Babyboom-Generation und von Anfang an Wohlstandgenossin, lebt und arbeitet als (Web)Designerin und Beraterin für Gründer in Oppenheim bei Mainz.